Köşk

Das Köşk ist ein jugendkulturelles Zwischennutzungsprojekt im Westend, das in Kooperation von FÄRBEREI und Multikulturellem Jugendzentrum Westend (MKJZ), beides Einrichtungen des Kreisjugendring München-Stadt, konzipiert wurde. Hintergrund ist der Auszug der Stadtbibliothek Westend aus diesen Räumen. Die lichtdurchfluteten Räume mit kleinem Vorplatz, die Wand an Wand zum MKJZ liegen, sollen bis zum Abriss des Gesamtgebäudes für junge Künstlerinnen und Künstler als auch für attraktive Projekte im Sozialraum zwischengenutzt werden.

www.koesk-muenchen.de

Die Raus-Revue

Die Raus-Revue: Wer ist hier der Nazi?
Dienstag, 27. Mai 2014
20:00 Uhr Spielhalle, Münchner Kammerspiele
Die vorherrschende Sprachlosigkeit angesichts des gehäuften Auftretens von rechtspopulistischen und islamophoben Gruppierungen und Einzelpersonen im öffentlichen Raum ist nicht länger zu ertragen und fordern Aktivitäten. Doch diese dürfen nicht reflexartig erfolgen, gleich einer Pflichtübung, sondern müssen gewitzt und streitbar zeigen, dass es sich einfach immer lohnt gegen diese Tendenzen anzugehen.

Bereits mit der Ausstellung „Pastinaken Raus!“ 2013 engagierte sich die Färberei gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. 2014 beteiligt sie sich nun mit einer Revue gemeinsam mit den Münchner Kammerspiele an der Münchner Kulturinitiative „Kunst und Kultur für Respekt“.

Die Ausstellung „Pastinaken Raus!“ zeigte, wie es möglich ist, sich ernsthaft auf kritisch vergnügliche Weise mit dem Thema Rechtspopulismus und –extremismus auseinander zu setzen. Dabei haben wir sehr unterschiedliche, aber durchwegs eindringliche Reaktionen bei unserem Publikum hervorgerufen. Diese Eindrücke und Erlebnisse sowie aktuelle Begebenheiten rechter Übergriffe münden nun in „Die Raus-Revue“. Zusammen mit Erwin Pelzig, Ecco Meineke, dem Ensemble der Münchner Kammerspielen u.a. sorgen wir für einen unterhaltsamen und verstörenden Abend, der die Zuschauer vielleicht etwas überrascht, im günstigsten Fall provoziert und vielleicht auch irritiert, aber auf keinen Fall in eine lähmende Betroffenheit versetzen soll.
Das Projekt ist eine Kooperation der Färberei (KJR München-Stadt) mit dem Bayrischen Flüchtlingsrat und der Fachstelle gegen Rechtsextremismus. Gefördert wird es durch das Jugendkulturwerk, Sozialreferat der Landeshauptstadt München im Rahmen von „Kunst und Kultur für Respekt“ und „Gemeint sind wir Alle!“.

Pastinaken raus!

„Großzügige 3-Zimmer-Wohnung in zentraler Lage zur Besichtigung freigegeben“, hieß es vom 1. bis 21. März 2013 in der Glashalle des Münchner Gasteigs. Mit der Besichtigung begaben sich die Besucher_innen auf eine verstörende Suche nach dem Nazi da draußen und dem Nazi in einem selbst.

Die einzelnen Räume widmeten sich jeweils den unterschiedlichen Formen von Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Alltagsrassismus sowie der Manifestation von rechten Tendenzen in der Mitte der Gesellschaft. Die Wohnungsbesichtigung blieb unkommentiert. Es gab keine Erklärungen, keine Informationen, keine Empfehlungen im Sinn von „Was tun gegen Rechts ?“.

Die Besucher_innen waren dazu eingeladen, sich in den Zimmern gründlich umzusehen: in Schränken, Schubladen wühlen, hinter Vorhänge schauen, Musik hören, Zeitschriften und Bücher lesen – sich einfach niederzulassen und das, was sie sahen, hörten und wahrnahmen auf sich wirken zu lassen. Die Inhalte konnten ganz persönlich und individuell entdeckt und hinterfragt werden.

Die Ausstellungsprojekt PASTINAKEN RAUS der Färberei war Teil der Kampagne „Laut gegen Brauntöne“ der Stadt München. Sie wurde in diesem Zusammenhang bereits im Herbst 2011 entwickelt und präsentiert. Der große Erfolg führte dazu, die Ausstellung auch bei der diesjährigen Kampagne einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen und mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm zu ergänzen. 2015 ist eine Fortsetzung des Projekts geplant.

Mehr Informationen zum Ausstellungsprojekt unter www.pastinaken-raus.de

Isart

Die ISART ist eine Münchner Graffiti-Aktion, bei der die Wände und Pfeiler der Brudermühlbrücke legal besprayt werden. Seit 1996 wechselt die Brücke jährlich einmal ihr Gesicht und ist zu einer der größten Freiluftgalerien Südbayerns geworden.

München ist seit Beginn der Graffitikultur in Europa Anfang der 1980er Jahre ein wichtiger Begriff. Den Organisatoren ist es deshalb ein großes Anliegen, die bunte Vielfalt der Münchener Graffiti Szene generationenübergreifend zu repräsentieren.

Verschiedene Generationen von Writern kommen zusammen, um gemeinsam ihre Visionen von Kunst im öffentlichen Raum zu zeigen. Die Aktion vermittelt der Bevölkerung ein Bild der derzeitigen Graffiti-Kunst und zeigt, auf welch hohem Niveau sich die Graffitibewegung mittlerweile befindet.